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HINTERGRUND-Verlag

Der reaktionäre Aufstand der Beschneider

Politische Klasse geht angesichts des Erpressungsdrucks der
Juden und Muslime auf die Knie

 

Regierung, SPD und Grüne wollen entgegen dem Mehrheitswillen die religiöse Unsitte der Beschneidung legalisieren und vertiefen damit die politische Krise

Nachdem das Kölner Landgericht die Beschneidung von Knaben aus religiösen Gründen in einem Urteil in zweiter Instanz als Straftatbestand gewertet hatte, entfesselten orthodoxe jüdische und muslimische Verbände sogleich eine politisch-moralische Kampagne, um die legislativen Entscheidungsträger zu einer nachträglichen Rehabilitierung dieser archaischen Unsitte zu nötigen.

Gleichzeitig zeigte eine Meinungsumfrage, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung das Kölner Urteil begrüßt, die Verabsolutierung und dogmatische Vorrangstellung der Religionsfreiheit ablehnt und die Einschränkung der Religionsausübung für gut heißt, wenn dadurch elementare Grundrechte wie zum Beispiel das Recht auf körperliche Unversehrtheit verletzt werden.

Anstatt nun aber die Unabhängigkeit der Rechtsprechung zu akzeptieren und den Mehrheitswillen der einheimischen Bevölkerung zu respektieren, ist die politische Klasse offenkundig auch in dieser Frage gewillt, dem reaktionären Erpressungsdruck der jüdischen und islamischen Fundamentalisten nachzugeben. Unisono erklärten Spitzenvertreter von CDU, FDP, SPD und Grünen, dass sie die archaische, entmündigende und grundrechtswidrige Tradition der Beschneidung entgegen dem abgewogenen Urteil legalisieren wollen. Zudem machten sie deutlich, dass sie die Religionsfreiheit verabsolutieren bzw. über Grundrechte stellen und keine Scheu davor haben, einen entwürdigenden Kotau vor dem autoritär-fundamentalistischen Irrationalismus der orthodoxen Juden und Muslime zu vollziehen. Überdies räumte Außenminister Westerwelle ein, vom Ausland unter Druck gesetzt worden zu sein. Israel kann er damit nicht gemeint haben, denn dort setzt sich die säkulare Mehrheit zunehmend gegen die orthodoxen Juden zur Wehr. Vielmehr dürfte hier der Druck aus den arabischen Abnehmerstaaten deutscher Rüstungsgüter und vom „Partnerland“ Türkei gekommen sein.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/deutsche-regierung-will-rituelle-beschneidung-ermoeglichen-1.17350304

Dieser erneute antidemokratische Verrat der politischen Klasse an den Werten der Aufklärung, den Prinzipien der kulturellen Moderne sowie den Interessen und Überzeugungen der Mehrheitsbevölkerung sollte mittlerweile Anlass genug sein, diesen Kräften die Unterstützung und Legitimation zu entziehen.

Es ist ebenso erschreckend wie absolut inakzeptabel, dass es heute in Europa wieder politisch-korrekte Mode geworden ist, sich ohne intellektuell-moralisches Schamgefühl religiösen Kräften zu unterwerfen und diese rechtlich zu privilegieren, die ihrerseits nicht von dem inhumanen Unsinn ablassen können, ihre Identität von der Genitalbeschneidung von Kleinst- und Kleinkindern abhängig zu machen.

Die Zeit ist also offensichtlich überreif für den Aufbau eines breiten menschenrechtlich-demokratischen Oppositionsbündnisses, das sich u. a. auch gegen die Kumpanei der regierenden Postdemokraten mit den religiösen Fundamentalisten zu wenden hätte.

Siehe auch:

http://www.gam-online.de/text-urteil%20gegen.html

und

http://portal.freidenker.at/index.php/blog/1175-die-beschneidungsdebatte.html

(15.07.2012)